Mittwoch, Oktober 15, 2008
Erinnerung an Korea (Süd)
Sonntag, Oktober 12, 2008
Armenische Folge VII: Fremd hier
keine kraft mehr, wahrnehmungen in eindr�cke umzuwandeln
- das man etwas bereitstellen mu�, um etwas zu erleben, das wei�t du doch
Armenische Folge VIII: Kulturimperialism
Freitag, Oktober 10, 2008
Armenische Folge VI: Zurück
laubbäume wunder
- land der steine hatte AG geschrieben
- steine hab ich auch gesammelt
nach einer stunde in der kargen landschaft
was man nicht wahrgenommen hat
- nicht mehr
den lärm, die abgase, das gehetze, diese dinge
Donnerstag, Oktober 09, 2008
Armenische Folge IV : Warum eigentlich
so, zu einer bestimmten zeit? aber auch das hotel ist dunkel. in der
lobby und am groundfloor des treppenhauses sind windlichter
angezündet, zum 13. stock reichts. irgendwann ist der strom wieder da.
zwei tage später höre ich: fliessendes wasser gibt es nur im zentrum
yerevans den ganzen tag, sonst überall nur morgens und abends. ein
seltsames gefühl
- warum
Mittwoch, Oktober 08, 2008
Armenische Folge III - drinnen und draußen
'armenische lektionen'. dann gehe ich wieder hinaus, und entdecke in
der stadt etwas, was an bitow anknüpft.
- >dem lektürestand entsprechend<
in dem buch lese ich die stadt, ich erlaufe mir ein buch
vorschlag an einen verleger: eine edition mit reiseberichten über das
land, aus dem ich hergekommen bin
Dienstag, Oktober 07, 2008
armenische folge (II)
dunst. gestern abend war es der mond, der so stand, lag.
Montag, Oktober 06, 2008
Armenische Folge (I)
es ist fruehmorgens, ich liege wach, und lese den neuen kracht. einiges mitgeschleppt.
Sonntag, Oktober 05, 2008
fluchtschlaf gemeinsam
ich gerne wohin
- wohin
reiselektuere, zur vorbereitung gekauft, bis jetzt nicht aufgeschlagen:
bitow: armenische lektionen
mandelstamm: armenische reise
und zugleich bin ich traurig zu fahren
- wir haetten zusammen fahren koennen
> werther macht lotte vorwuerfe, sie sei fern, als er als gesandter nach russland geht<
wir verschlafen den nachmittag, das macht es einfacher
die gefuehle, sie sind gemischt
der koffer, ich werde ihn am riemen ueber der schulter tragen, als sei
er leicht, so geht er als bordgepaeck durch
Sonntag, August 17, 2008
Weissabgleich
ein neues label müßte her, himmel, unbehaust
Sonntag, August 10, 2008
Regentag
am nachmittag (vor dem mittagsschlaf) sitzend eine zeit lang nichts
ich könnte jetzt
- noch einen tee trinken
- weiterlesen
das wars auch schon mit dem input von außen
- oder rauchen
keine anrufe, keine emails, kein arbeiten, kein treffen, keine pläne, kein aufräumen abwaschen wäschemachen, keine zeitung, kein nichts noch mal downloaden
- schreiben?
still dazu
- zu still dazu
- stillsitzen - still sitzen
- und du fehlst mir auch
Donnerstag, Juli 31, 2008
naturgeschichte
ist man woanders, in einer anderen stadt: da erzaehlt man vom wetter (heiss, staubig; windig, regnerisch, verhangen; von wo sich eine ebene zieht bis nach mitteleuropa
- usw usw
wie die natur in die stadt spielt, in der stadt, wie man sie erlebt: davon waere zu schreiben
Sonntag, Juli 20, 2008
Ein Kinowerbespot
der mann im close-up zupft sein shirt zurecht, versucht die haare im wind glattzustreichen und sich eine krawatte umzubinden.
untertitel: michael franz, analyst.
der mann sagt (zugleich pfeift der wind ins mikro): das next big-thing wird magnesium.
Samstag, Juli 19, 2008
Unvorhergedacht
- die 0,37 % der nicht-netzabdeckung um dich
ungewohnt
unvermutet
einen nachmittag verbrachten wir mit fernglas spähend, die karte durchfahrend, geschichten argumentierend, zettelbotschaften an wegweisern befestigend
- zum bloggen warst du eh zu müde gewesen
Freitag, Juni 27, 2008
zwei geschichten
der, der ihn liegen liess, nahm morgens die zeitung aus dem briefkasten, ueberflog die nachrichten. als er aus dem haus ging, sortierte er den rest ins altpapier, ausser dem wirtschaftsteil, den er auf der zugfahrt studieren wollte.
der, der ihn liegen liess, kaufte am bahnhof die nzz, las im feulliton herum zuerst, rutschte auf die literaturseiten, blickte in die internationale berichterstattung. beim umsteigen nahm er die zeitung mit, ausser, was er sowieso nicht laese.
- die schoenste der geschichten aus calvinos unsichtbaren staedten, der zirkus und die banken
Mittwoch, Juni 18, 2008
plan b
- das ist doch ein guter plan?
heimfahrt. in einem gewissen sinne ist es gleich ob man sich bewegt oder der körper oder ob man bewegt wird
- transportiert
in einem gewissen sinne ist es gleich ob man sich transportiert wohin oder der körper einen transportiert wie oder ob beides transportiert wird
- transport : metapher; metapher: über setzen
es ist ja nicht so, daß alles, was unbekannt wäre, nur unbekannt vor dem hintergrund des bekannten ist.
- und umgekehrt:
es ist doch so, daß alles, was bekannt ist, dies nur vor dem hintergrund des unbekannten ist.
- bewegung eher so wellenartig.
- die gleise führen nur in eine richtung, zwar, dazu nicht nach oben oder unten
plötzlich ist etwas wieder da. die katze erinnerung
- schreibt johnson
etwas bleibt: die erfahrungssucht
- erfahrungslust
- du willst das doch
- jedenfalls lieber als nichts.
in linie entspringen kreiselbewegungen, brechen los, weichen ab, und kehren wieder zurück. die letzte zugfahrt. die zugfahrt vom letzten jahr. aus dem fenster blicken, beim fahren, in den hof, beim wegfahren, oder ausschau haltend.
kleiner zusammenbruch, weißes rauschen im hirn. du weißt, das geht vorbei, du weißt, das kommt wieder.
- meinst du das existentiell?
- meinst du das du existentiell?
- es simuliert eine existentialität, die
als ich auf dem bett saß, lag das alles so schwer auf meiner brust. das erste mal, daß ich ein so klares somatisches erleben hatte. im zug fahrend kommt es und geht es.
- es geht schon
- wie ebbe und flut.
- wenn du ebbe nicht als abwesenheit des wassers begreifst, wie du auch den sommer nicht als abwesenheit der kälte
Dienstag, Juni 03, 2008
personenkontrolle III
- diese dinge?
- waffen, drogen
- immerhin schaust du "großstädtisch" aus
- und denke dabei an die beiden mädchen auf der nebenbank hinfahrt
- ob es eine pressestelle der polizei gibt, an die ich mich mit meinen fragen richten kann?
Sonntag, Juni 01, 2008
uncharming
man hat das irgendwie durch: ostcharm
die kaputten dächer und die schreienden farben der trainingshosen; das beim bezahlen betuppt werden, und das alles nichts kostet; die alte frau im schatten auf der strasse liegend, schlafend, und die jungen, grell geschminkten frauen der geschäftsleute; die music im cafe von wind of change zu russenparty und die neuen handys
- 'ein paar stufen übersprungen', sagte der kollege dazu
- das ist alles super oberflächlich
die unterwürfigkeit der ganz jungen männer und das schweigen der älteren, überhaupt: der unterschied der generationen; die biere morgens im cafe, das ausstellen der konsumartikel nescafe heineken sandwich; die sache mit dem authentischen
- wo finden wir rumänisches essen?
und die begeisterung für pizza; ein stadtteil wie ein dorf, eine restaurierte innenstadt,
- das ist zynisch
- trifft es nicht etwas reales
vor 10 jahren fand man das alles spannend, und jetzt nervt es. eine politische gefühlslage: weils sie später auftauchten verweigert man ihnen die affirmation ihrer historischen situation
- uah : theorietheorie
vor 10 jahren hat sich "der westen" begeistert, jetzt "das soll mal vorbeisein". normaliätsforderungen
- diese unzulässigen verallgemeinerungen
- genau
im flugzeug saß ich neben einem engländer, ein working-class-face mit tablett-laptop und feisnten stoffen, er las herald tribune, wall-street-journal, einen geschäftsbericht von tanaka ltd.
in einer bestimmten historischen situation: könnte es sein, daß die gleichmacherei des geldes die tauschwertabstraktion, die quantifizierung in euro sachverhalten GERECHTER wird, als eine qualitative analyse
- als eine politische gefühlslage?
Freitag, Mai 30, 2008
doppelte reise
aufgesprungen, die tasche nehmen
und andererseits noch cafe und tabak und zeitung kaufen
und andererseits im zug arbeiten am laptop wie täglich
und andererseits zugverspätung helle panik
und andererseits mit dir telefonieren wie gerne immer
und andererseits zum check-in sprinten
und andererseits nocheine zigarette und einen doppelten espresso
und andererseits die kollegen nicht sehen, nicht am gate im bus im flugzeug
und andererseits mit dir telefonieren über dinge, ganz andere dinge
und andererseits sich erzählen lassen wie die flugzeuge vor 30 jahren aussahen
und auf der einen seite die propeller und wie klein die maschine ist
und einerseits auf einem fensterplatz sitzen
