Samstag, März 16, 2013
das ist jetzt fast 12 jahre her
gespräch zwischen zwei theaterstücken:
-naja, man wird ja auch nicht jünger
- ich hab's ja immer schon gesagt: augenblick, du bist so schön
etc.
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sie lagen also auf dem Sofa im Café Möbel: und suchten Worte mit 'M' (Mich Miebe Mich). Eine Stunde. Dann sagte sie: 'jetzt will ich unbedingt mit dir schlafen.' Er strahlt. Verbalerotik.
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wir telefonieren, und der einzige Grund, daß das Telefonat kein Ende findet, ist, daß wir die Phrase nicht finden, uns der Zukunft zu versichern: Ciao? Bis bald? Ich liebe Dich?
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'Wann treffen wir uns?' 'Sag, wann du Zeit hast - ich hab ja Zeit.'
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In ihrem gnadenlosen anerkennen der Realität zittert er, weil er sich nicht vorstellen kann, daß 'das' gut geht (I.: Männer haben immer viel spießigere Vorstellungen von Beziehung), daß es ihr darin gutgeht, bzw.: was will er denn, will er das überhaupt (Realisation vs. Imagination einer 'glücklichen Verliebtheit')
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ALLE ARTEN VON VITAMINEN
Mal wieder eine Zigarette zu Ende rauchen.
Den Café nicht stürzen, den Whiskey nicht.
Nicht zur Ablenkung lesen.
Etwas notieren, für später vielleicht.
Eine Umarmung. Überhaupt: riechen.
Sich prügeln, sich küssen, jedenfalls: die Haltung verlieren.
Den Kopf gegen eine Wand lehnen.
So in den Augen herumdrücken.
Nicht grinsen, lächeln.
Unaufgeregt 'Alles wird gut'. Oder Tränen.
Oder warm angezogen sein und es merken.
Ein Frühstücksei essen.
Sinnlosigkeiten wie ein Spaziergang zu zweit.
Sich erschrecken, ohne Angst.
Ach sagen.
Musik hören: Schumann, Hip-Hop.
Zeitungen lesen.
Nichts mehr 'um' tuen.
Ins Kino gehen.
Stille, nicht schweigen.
Weg sein. Da sein.
Zu atmen
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... zum Beispiel einen Kaffee zu trinken. ich komme zu dir, und wir trinken einen Kaffe zusammen. den könnte ich sogar mitbringen (nur wäre er dann
kalt)...
heute zwischen 17.30-19 uhr
oder morgen zwischen 18 uhr und
oder freitag zwischen 13 und 15 uhr
oder samstag nachmittag
oder montag den 17.
oder dienstag 18. nach 15.30
oder mittwoch den 19.
oder den 20. oder den 21.
oder im kommenden jahr
und oder ist immer und oder
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"...Atmend verbrachte ich die Wartezeit;/
ich blickte in die Ferne/
und suchte den kommenden Punkt..."
(Jürgen Becker)
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früher war alles besser, auch die zukunft / wir haben ein zeitproblem, weil wir haben ja sonst nichts
Donnerstag, Januar 26, 2012
diskus diskurs
es ist ja schon ein problem, auf einem niveau zu sprechen, mit denen, die diskursiv abgesichert sind, und den diskurs im reden bloss rekonstruieren
Freitag, September 19, 2008
shortstory (neuigkeiten von p.)
da ist das problem mit euch, sagte p., mit dir, und georg, und euch allen. das man euch nicht trifft. das man sich mit leuten wie euch verabreden müsse, das man irgendwo hinfahren müsse, um euch zu treffen.
du lebst ja nicht hier, meinte ich.
und ich weiß auch warum, sagte p.
Montag, September 01, 2008
copy this (III)
12 stunden später hatte ich 400 bilder davon wieder: ich hatte meinen emailverkehr durchsucht, alte webseiten-dateien, blog, webspace
13:31:48 [AS] : kannst einen aufruf machen
13:32:02 [AS] : an die menschen die auf den fotos waren
13:33:11 [AS] : mit der bitte um optische rekonstruktion der letzten beiden jahre
- du hast dir auch einige der 400 schicken lassen?
- und was hat das mit den raubkopien zu tun?
in der sz war ein artikel vor einigen wochen, in dem sich mokiert wurde, die user hätten "in rainbows" von radiohead häufiger illegal aus tauschbörsen bezogen als legal und kostenfrei von der homepage downgeloadet. aber so funktioniert die sache halt nicht
- und wieso eigentlich illegal in diesem fall
es sind eben keine tauschbörsen
- es heißt nicht file-trading sondern file-sharing
in einem großen wohnhaus stellen die leute ihre bücherregale nicht in den apartements, sondern auf den fluren auf, und jeder bewohner kann alle bücher aller anderen bewohner gebrauchen - lesen -
Samstag, August 30, 2008
Ein Monolog für zwei Stimmen in beiderseitigem Einverständnis
Dienstag, August 26, 2008
glaub mir
es ist die notwendigkeit des schlafes
es ist die krankheit, die mich nichts essen läßt
es ist die entfernung
die magnetfeldlinien der erde sind es, die die entfernung zur entfernung machen, spürbar, ich fühl mich wohl, mir geht es gut, glaub mir
Montag, August 25, 2008
das terrorismusbüro wien
Montag, August 11, 2008
zärtlichkeiten III
das ist schön. das ist es nicht
plötzlich, das wußte ich nicht
- das wußtest du nicht?
das umkehrbare fehlt
- das wechselseitige
- call it wechselbeziehung
- das wußtest du nicht
- um sex geht es also wahrlich nicht
- und es geht nicht um sublimierung, projektion
- und auch nicht um grundbedürfnisse
das ist schön. das ist es nicht
>before my child was born i used to be a little bit touchy<
wechelbeziehung: das ist doch ein philosophischer begriff?
- und ein methodischer
- und ein begriff
- und etwas
Samstag, Juli 26, 2008
Heldenlieder
wenn man also alles dafür tun kann, ein guter schauspieler
- ein guter maler
- politiker
- ein gutes model
- ein guter lagerarbeiter
- so ein unsinn
- in hippolytos minor nutzt sokrates genau diese umschärfen, um den
sophisten in die ecke zu treiben
- genau diese?
- du wolltest etwas schreiben
II
man kann alles tun, um ein guter schauspieler, aber nichts, um ein
star zu werden. es muß ein gesellschaftliches bedürfnis hinzukommen,
das
- zufälligerweise
III
insofern stimmt es, daß jeder sein eigener star ist, und zwar nicht
nur 15 minuten. insofern man selbst sich zur gesellschaft hat.
IV
glücklich das land, das keine helden braucht (bb). man wünscht sich
mehr manager, die dementsprechend handeln. überall werden drachen
geschaffen, nur um sie besiegen zu können.
V
einem helden entspricht ein subjektverhältnis. so wie dieser die welt
rettet, also sein leben und erleben "den unterschied macht"
- die welt in einem verhältnis zu ihm steht
so erleben sich manche als helden ihrer biographie (für diese machen
sie selber tatsächlich einen, aber nicht unbedingt den unterschied aus
VI
um so kleiner die welt, um so mehr helden. deswegen finden sich die
meisten helden in der jugend (pubertät)
VII
das star-sein oder nicht
-das sd'asein
- quatsch nich
die frage, ob etwas kunst ist wird durch den star nicht berührt. das
ist durch den kunstbegriff ausgeschlossen
- wie beruhigend
Donnerstag, Juli 17, 2008
nouvelle vague
- den film gleichen titels meinst du
bis dahin hatte ich nur den soundtrack gekannt. ich wollte gehen, du wolltest auch gehen, du wolltest dann nicht gehen, weil du dachtest, daß es mein lieblingsfilm wäre, der da vorne liefe, und ich, ich wollte nicht gehen, weil ich dir wie jedem
- ihr aber noch mehr
das recht einräumte, einen film bis zum ende zu sehen
- ein hoher moralischer wert
- das recht einzuräumen?
- zurückhaltung, höflichkeit
seltsamer moralischer wert: einen film bis zum ende anschauen
- sonst darfst du nicht mitreden
- kannst du nicht mitreden
etc. etc.
nouvelle vague oder warum ein guter regisseur auch aus den falschen gründen geliebt werden kann.
traumkinesisch
- ein chinesischer glücksdrache?
- überhaupt drachen: was sind das, symbolisch meine ich?
- ein jump'n'run-traum, oder umgekehrt: bilden jump'n'run spiele träume nach?
- wie verhalten sich die träume nicht zum mythischen, sondern zum historisch-sozialen?
Montag, Juli 14, 2008
Nach Datum wirbeln
- form des weltverhältnisses. art der erkenntnis
- angerufen hast du heute dennoch nicht
- jetzt noch
- ich lasse mich nicht nach datum und ab- und anwesenheit herumwirbeln
- was also
Donnerstag, Juli 10, 2008
stellvertretend
- warum hast du ihm nichts gegeben? dem, der sonst dort steht gibt's du doch sonst fast immer etwas.
- ich weiß es nicht.
die gabe ist etwas nicht zu rationalisierendes. irgendetwas zwischen magie (ich gebe ihm geld, vielleicht bringt es glück), ritual , sozialem gewissen (ja, es gibt menschen, die auf keine art und weise geld verdienen können), schlechtem gewissen (meine einkäufe), liberalismus (warum sollte betteln etwas verwerfliches sein?), und persönlichem verhältnis.
der, der sonst dort steht, sieht krank und gezeichnet aus, nicht unglücklich.
einmal traf ich ihn im billa, wie er zutaten für einen geburtstagskuchen einkaufte (puderzucker, mini-kerzen). vielleicht hat er kinder? oder enkelkinder?
ob ihn die verkäuferinnen morgens grüßen? wer wohl den besseren stundenlohn hat? ob er abgelaufene waren bekommt? ob sie seinen namen kennen, im gegegnsatz zu mir? ich begrüße ihn jedesmal, wenn ich in den laden gehe. gebe ich ihm etwas sage ich dabei etwas wie: hallo, alles gute, viel glück (wenn ich ihm geld gebe), oder hallo, guten tag (wenn ich ihm keins gebe). er bedant sich, oder grüßt zurück. er freut sich meist, wenn er mich sieht. vielleicht ist er in den urlaub gefahren?
ein anderer bettler, den ich jeden morgen in der s-bahn unterführung traf; dem ich seltener geld gab, dafür in größeren mengen auf einmal; der aufdringlich werden konnte, wenn er mich nicht erkannte (warum manchmal?): er war plötzlich verschwunden.
dort klaubt jetzt manchmal eine alte frau die pfandflaschen aus dem müll.
Samstag, Juli 05, 2008
sommer: schwierige jahreszeit
wie die haltung wiederkehrte,
- die form der sensibilität
- das gewohnte körperliche
- welche flächen bedeckt sind, abgewandt, zugewandt
wie der körper zurückkehrte,
- i'm a cyborg but that's ok
und das gespräch lief besser
in der küche meiner eltern hängt ein bild, mit meiner ersten jacke, die nicht meine allererste jacke war, aber eben die erste, die ich, normalerweise, nicht ausziehe
und es hat nichts mit immer im aufbruch sein und nicht ankommen zu tun, kein großstadtnomadentum, und sie ist auch keine lederjacke und auch kein jacket
- sondern?
der körper, den wir haben
Sonntag, Juni 01, 2008
Wie komme ich in diesen Blog?
[02:14:54] (ge) : http://beiseite.blogspot.com/
[02:15:05] (ge) : jetzt gerade oder überhaupt nicht?
[02:15:15] (ge) : oder willst du erwähnung finden?
[02:15:40] BIK : bezog sich auf generell. ich hatte einen anderen link ...
[02:15:48] (ge) : oh.
[02:15:55] BIK : und ich bin nicht eitel genug mir anzumaßen, dass ich erwäheneswert wäre
[02:16:09] (ge) : du bist ja schon erwähnt
[02:16:33] BIK : WAS???
[02:16:41] BIK : Darfst du das????
[02:16:49] (ge) : http://beiseite.blogspot.com/2008/04/in-gesellschaft.html
[02:18:09] (ge) : nein, aber versuch mal zu klagen, und du wirst sehen, wo und unter welchem namen die seite registriert ist.
[02:18:54] BIK : aufgrund vollkommener unkenntlichkeit meiner person werde ich vom klagen mal absehen
Mittwoch, Mai 28, 2008
Donnerstag, Mai 22, 2008
Eins zu Eins
- wirklich
: sein lassen, lassen können, gespräche die erzählen gegen ihr idiom, drogen machen glücklich, blicke und berührungen, und jemand redet viel und jemand hat augen und das geschenk ist schön und der käse außerordentlich
Montag, Mai 19, 2008
Nichts zum Geburtstag
- heute kein eintrag. worüber zu schreiben wäre, gehört nicht hierher
- wer sagt das?
- ich
- ach so
Sonntag, Mai 11, 2008
Wie sich geben
- lässigkeit
: auch die mögen moralische kalküle sein; sie sagen mir/dem anderen: fühl wohl, du brauchst dich nicht anstrengen um zu genügen
Freitag, Mai 09, 2008
eine kurze geschichte
'liegt es an mir, dass neunzig prozent meiner freunde liebeskummer haben?', seufzte sie
- freunde oder freunde?
- haben oder hatten?
- haben, und: boyfriends
sie löffelte ihr eis und sah mich an. ob es an ihr läge, daß neunzig prozent ihrer lover derzeit liebeskummer hätten?
'nein', antwortete ich, und schüttelte den kopf mit nachdruck.